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Bei diesem düsteren Werk handelt es sich um eine Arbeit von Felix Nussbaum. Wir haben es in einer Galerie nahe dem Geburtsort des Künstlers in Osnabrück entdeckt. Die Übergabe fand im Felix-Nussbaum-Haus statt. Dort hatten wir die Möglichkeit, uns mit der Kuratorin der Sammlung, Anne Sibylle Schwetter, über die interessante Provenienz dieses Werkes zu unterhalten. Das Werk entstand im Sommer 1934 an der italienischen Riviera. Dort sah
Nussbaum vor seiner Flucht nach Brüssel seine Eltern vor deren Deportation nach Auschwitz zum letzten Mal. Das Werk zeigt die bedrückende Stimmung, die dieses Treffen beherrscht hat.
Diese imposante Lithographie stammt von der Wiener Grafikerin Lili Réthi, einer Pionierin der Industriegrafik. Um den harten Alltag der Kumpel unter Tage festzuhalten, fuhr sie 1921 sogar als Junge verkleidet für mehrere Tage in ein Dortmunder Kohlebergwerk ein. Für Frauen war die Arbeit unter Tage damals gesetzlich verboten. Im selben Jahr entstand auch die Lithographie Kesselschmiede, die einen direkten Einblick in die damalige Männerwelt der Schwerindustrie gibt. Sie bereiste die größten Baustellen Deutschlands und Europas, bevor ihr Hermann Göring persönlich einen Großauftrag anbot, dem sie sich durch ihre Flucht nach Großbritannien und später in die USA entzog.
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