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Henri Epstein - Hirten auf der Weide um 1930 -> Bild anklicken

David Friedmann - Am Werbellinsee um 1920 -> Bild anklicken |
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Dieses farbenfrohe Gemälde sowie
ein imposantes Aquarell des polnischen Malers Henri Epstein haben wir in einer Galerie in Paris entdeckt, wo er vor seiner Verhaftung und der Internierung im Sammellager Drancy gelebt hat. Die ländliche Szene aus der Bretagne zeigt Epstein auf dem Höhepunkt seiner
künstlerischen Meisterschaft, die in schmerzlichem Kontrast zu seinem tragischen Schicksal steht.
Werke von David Friedmann sind eine Rarität auf dem Kunstmarkt, da ein Großteil seines Œuvres seit seiner Flucht aus Deutschland als verschollen gilt. Umso überraschender
war es, dass dieses Werk in einer Spendenkiste für einen Secondhand-Shop in Quedlinburg auftauchte.
Die Mitarbeiterin, fasziniert von dem Motiv und der Ruhe, die es ausstrahlt, identifizierte es als
das Werk eines Auschwitz-Überlebenden. Ihre Recherche führte sie zu Friedmanns Tochter in New York, die vorschlug, das Blatt unserer Sammlung zu spenden. Über diesen außergewöhnlichen Fund berichtete auch die Mitteldeutsche Zeitung, deren Artikel wir
hier in voller Länge wiedergeben
können.
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war in den 1920er Jahren einer der gefragtesten Pressezeichner Berlins, wo er das gesellschaftliche
und politische Leben, sowie viele Sportveranstaltungen für
die großen Tageszeitungen dokumentierte. Auch als
Maler war er erfolgreich - seine Werke waren in
Ausstellungen und Galerien vieler Städte in
Deutschland zu sehen.
Wegen seiner jüdischen Herkunft verlor er unter den
Nazis seine Existenz und floh 1938 nach Prag. Er
überlebte die Deportationen nach Litzmannstadt,
Auschwitz sowie Gleiwitz I und hielt das in den KZ
erlebte Grauen nach seiner Befreiung in Gemälden und
Zeichnungen fest. Infolge des NS-Kunstraubs ging ein
Großteil seiner in Deutschland und der
Tschechoslowakei entstandenen frühen Werke entweder
verloren oder wurde zerstört.
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David Friedmann – um 1930
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Henri Epstein – um 1930
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ließ sich nach seiner Ausbildung in München 1913 in Paris nieder. Als
bedeutender Vertreter der „École de Paris“ schuf er
im Künstlerviertel Montparnasse ein expressives
Werk, das Stillleben, Landschaften und Szenen des
französischen Alltags umfasst. Aber er wollte auch zeigen, dass jüdische Kunst modern und eigenständig sein kann, statt sich nur an europäischen Traditionen zu orientieren.
Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war Epstein nach
der deutschen Besetzung Frankreichs zunehmender
Verfolgung ausgesetzt. Im Februar 1944 wurde er von
der Gestapo verhaftet, über das Sammellager Drancy
nach Auschwitz deportiert und dort im selben Jahr
ermordet. Sein Werk gilt heute als wichtiges Zeugnis
der jüdischen Moderne in Paris.
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Lilli Fischel Teil 2 - Kampf um die Kunst der Moderne
Lilli Fischel übernahm nach dem Tod des Direktors
1927 die Leitung der Staatlichen Kunsthalle
Karlsruhe. In Fortführung einer modernen
Ankaufspolitik geriet sie schnell in das Visier
völkischer Kreise, die ihre Erwerbungen
zeitgenössischer und internationaler Kunst massiv
kritisierten. Unmittelbar nach der
nationalsozialistischen Machtübernahme wurde sie als
Halbjüdin im April 1933 aus dem Staatsdienst
entlassen und mit einem Berufsverbot belegt.
Um der drohenden Verfolgung zu entgehen, emigrierte
Lilli Fischel nach Paris, wo sie im privaten
Kunsthandel tätig war. Nach dem Einmarsch der
Wehrmacht in Frankreich kehrte sie 1939 nach
Deutschland zurück und baute sich in München unter
prekären Bedingungen eine neue Existenz als
Kunsthändlerin auf.
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Lilli Fischel um 1928
Foto Lucia Moholy © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
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Ausblick: Im April werden wir ein beeindruckendes Gemälde des Bruchsaler Malers Leo Kahn präsentieren. Leo Kahn hat in Karlsruhe studiert und ist 1936 mit seiner Familie nach Palästina geflüchtet. Thema des Monats März wird sein: Lilli Fischel - Teil 3: "Kampf um Wiedergutmachung" |
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Dr. Beatrix Früh
Dipl.-W. Ing. Stefan Schmitt
Das Virtuelle Museum in Karlsruhe
August-Bebel-Straße 34
D-76187 Karlsruhe
Tel: +49 721 75 69 300
Email:
info@lostgen.art |
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